Alex
W E Y E R

Postkarten

Weyer le Mystérieux

Rückseite:
Nancy Casino
Libre a partir du 11. Dec.

Théatre Grenier

Weyer — Le Mystérieux

Plakat von Adolph Friedländer
1903
Plakat von Adolph Friedländer
1900

The Great

ALEX WEYER

Cardmanipulator and Illusioniste

Plakat

WEYER
Le Mystérieux

Magic!
Mirth!! Mystery!!!
The most stupifying and
sensationel
Illusionist
of the day  —  of the (sT)age
keep your eyes on him
combination. – shares on salary

Plakat
1915
Programmheft
Olympia-Theater
Donnerstag, 2. November 1905
 

The
Great

WEYER

7.   WEYER Illusionniste

The Great Belgium Illusionist
must be seen to be believed
WEYER will introduse the following marvellous illusions

...

paper manipulations
by Miss Lily Weyer

...

Hinweis von Jean-Paul Weyer

Postkarte

A L E X  W E Y E R
le Faust Moderne
PRESTIDIGITATEUR AMERICAIN

DIE KINDER

Postkarte

Weyer
le Mystérieux

Alex Weyer hieß eigentlich Jean Pierre Decker, seine Mutter Jeanne wurde 1932 in Grevenmacher geboren, er selbst am 4. Februar 1872 in Mondercange/Monnerich (Luxemburg), gestorben 1921 in Kairo.

Ein luxemburgischer Kraftmensch und Illusionist, der unter dem Künstlernamen The Great Alexander Weyer auftrat. Decker wanderte 1887 nach Amerika aus. Im Jahr 1900 kam er zurück in seinen Heimatort. Er trat unter anderem in New York als Kraftmensch auf. Seine Tourneen führten ihn durch Europa und Nordafrika.

In Harry Houdinis Buch, das 1920 bei E. P. Dutton and Co. in New York unter dem Titel The Miracle Mongers and their Methods (Untertitel: A Complete Exposé of the Modus Operandi of Fire Eaters, Heat Resisters, Poison Eaters, Venomous Reptile Defiers, Sword Swallowers, Human Ostriches, Strong Men etc.) erschien, wird auch Alexander Weyer erwähnt (S. 224f):

Another nail act was that of Alexander Weyer, who, either by superior strength or by a peculiar knack, could hold a nail between the middle fingers of his right hand with the head against the palm, and drive it through a one-inch board. But since this act did not get him very far either on the road to fame, or toward the big money -- he turned to magic and finally became one of the leading Continental magicians, boasting that he was one of the few really expert sleight-of-hand magicians of the world.
I met Weyer at Liège, Belgium, where we had an all-night match with playing cards. He admitted that there were some tricks he did not know, but he claimed that after once seeing any magician work he could duplicate the tricks. On this occasion, however, he was unable to make the boast good.

Eine weitere Darbietung mit einem Nagel war die von Alexander Weyer, der durch herausragende Körperkraft oder mit Hilfe eines seltsames Tricks einen Nagel zwischen seinen mittleren Fingern der rechten Hand (den Nagelkopf gegen die Handinnenfläche gedrückt) halten und diesen durch ein zolldickes Brett treiben konnte.
Aber da diese Darbietung ihn nicht sehr weit brachte, weder auf seinem Weg zum Ruhm, noch auf seinem Weg zum großen Geld, wandte er sich der Magie zu und wurde schließlich zu einem der führenden Magier auf dem Kontinent. Er brüstete sich damit, dass er einer der wenigen tatsächlichen Experten der Welt auf dem Gebiet der Zauberkunststücke war.
Ich traf Weyer in Lüttich, Belgien, wo wir eine ganze Nacht hindurch Karten spielten. Er gab zu, dass es einige Tricks gab, die er nicht kannte, dass er aber in der Lage wäre, sie nach einmaligem Sehen zu reproduzieren. Bei dieser Gelegenheit jedoch schaffte er es nicht, diese Behauptung zu beweisen.

(Übersetzung: Oliver Koberstein)

Weyer, Alex, 1872-1921 (Luxemburg)

Alex Weyer wurde als eines von vier Geschwistern in Luxemburg geboren. Seine Familie wanderte 1887 nach Amerika aus, wo er verschiedene Handwerke erlernte und umfassende Kenntnisse in Mechanik erwarb.

Nachdem er Hermann the Great gesehen hatte, entschloss er sich, auch Zauberkünstler zu werden. Da er große körperliche Kraft besaß, mischte er zunächst einen Kraftakt mit Zauberkunst. Einige Zeit reiste er mit einer Artistengruppe umher und trat in Museen und in einem eigenen Theater auf, das er selber gebaut hatte.

Mit 25 Jahren heiratete er und zog nach Luxemburg, wo er während vier Jahren auftrat. Dann reiste er durch Frankreich und Italien, wo er in den größten Varietés auftrat. Für seine Shows erfand und konstruierte er viele eigene Illusionen.

1914 trat er in Algerien, Ägypten und Syrien auf, zwischen 1914 und 1918 unternahm er mehrere Tourneen durch Ägypten. 1918 eröffnete er in Kairo ein eigenes Theater, mit dem er jedoch keinen Erfolg hatte. Darauf eröffnete er eine Fabrik, in der Reisekoffer hergestellt wurden. 1921 starb er in Kairo.

 

Buchhinweis:
Veronique Faber: Das Leben des großen Alex Weyer. Abenteuer im Goldenen Zeitalter der Magie, Luxemburg 2012

(c) www.weyeriana.de · /Sonstiges: Papier/ · Letzte Änderung: 04. April 2016